#CfP – #DisabilityStudies – Journal fuer Psychologie

Call for Papers

"Disability Studies"
(hrsg. von Michael Zander & Günter Mey) – Journal für Psychologie
Ausgabe 2/2018

Seit mittlerweile zweieinhalb Jahrzehnten erschließen die Disability Studies (DS) neue Forschungsperspektiven auf Behinderung und chronische
Krankheit. Kerngedanke der DS ist das "social model of disability", also die Unterscheidung zwischen individueller Beeinträchtigung (impairment) und gesellschaftlich ausgrenzender Behinderung (disability). "Disability is social exclusion on the grounds of impairment. Impairment does not
cause disability, surely not, but it is the raw material upon which
disability works" (Carol Thomas).

Die fachlichen Schwerpunkte der DS liegen bisher in den Sozial-, Kultur- und Geschichtswissen-schaften. Die Psychologie indes gilt nach wie vor als „latecomer“ (Rhoda Olkin/Constance Pledger).

Daher will sich das Journal für Psychologie diesem Feld mit einem Themenheft widmen und lädt zur Einreichung von theoretischen und methodo(olog)ischen Auseinandersetzungen sowie empirischen Beiträgen
(vorzugsweise mittels qualitativer Forschung) ein.

Ziel ist es, aktuelle DS-Forschungsprojekte aus Psychologie und angrenzenden Disziplinen und Arbeitsfeldern vorzustellen und so jüngere
Entwicklungen und die gegenwärtige Lage der DS in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu kartieren.

Derzeit behaupten sich die DS im deutschsprachigen Raum in einem
konfliktreichen Verhältnis zu der sich etablierenden Teilhabe- bzw.
Inklusionsforschung, die sich vorwiegend auf das Thema Schule und Bildung konzentriert und mehrheitlich von Forschenden ohne eigene Behinderungserfahrung betrieben wird. Disability Studies setzen – in stärkerem Maße als das bisher der "Mainstream" der Inklusions- bzw. Teilhabeforschung tut – auf Partizipation und Emanzipation von
behinderten Menschen, was gesellschaftskritische Perspektiven impliziert.

In der geplanten Ausgabe können insbesondere folgende Themen im Fokus stehen:
–unterschiedliche Ansätze und Interdisziplinarität der Disability Studies
–Implikationen des "social model of disability" für Theorie und
Forschung in der Psychologie bzw. für die Berufspraxis in Psychotherapie und Beratung
–das Verhältnis von Disability Studies zu Deaf Studies und Mad Studies bzw. psychiatriekritischer Forschung
–Disability Studies und Inklusion in Forschung und Politik
–(partizipative) Forschungsmethoden in den Disability Studies.

Darüber hinaus sind Beiträge erbeten, die sich offenen Fragen und Leerstellen in den Disability Studies widmen wie z.B.:

–Folgen der Weltwirtschaftskrise für behinderte und chronisch kranke Menschen in Südeuro-pa
–Behinderung/chronische Krankheit und Flucht/Migration
–die neue Behindertenbewegung, die z.B. in Deutschland 2016 gegen das Bundesteilhabegesetz protestiert hat.

Falls Sie sich mit einem Beitrag an diesem Heftschwerpunkt beteiligen wollen, senden Sie bitte zu unserer Orientierung bis zum 31.8.2017 ein Abstract (max. 3.000 Zeichen) an:
michael.zander und mey

Sie erhalten zu Ihrem Abstract ein zeitnahes Feedback. Die Endfassung Ihres Manuskripts sollte daraufhin bis 28.2.2018 vorliegen (Zusendung an
die Herausgebenden oder Upload auf der Homepage der Zeitschrift).

Um die Einhaltung unserer Manuskriptrichtlinien wird ausdrücklich gebeten
(http://www.journal-fuerpsychologie.de/index.php/jfp/about/submissions#authorGuidelines).

Anschließend an die Einreichung Ihres Manuskripts startet das
Begutachtungsverfahren (peer review), das Ergebnis wird Ihnen bis Juli 2018 mitgeteilt, etwaige Revisionen sind dann bis Anfang September 2018 vorzunehmen.

Das Heft wird in der zweiten Jahreshälfte 2018 online im Open Access im Psychosozial-Verlag er-scheinen. Eine Print-on-Demand-Printversion erscheint zusätzlich.

CfP_JfP_disabiliy-studies_JfP-2-2018.pdf

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